Aktuelle Mitteilungen

Hans Mayer

Liebe Karnevalistinnen und Karnevalisten,

vielleicht haben Sie es schon gelesen oder gehört. Am 15.05.2020 hatten wir in Koblenz eine Sondersitzung des Vorstandes, in der wir uns mit den Auswirkungen des Corona-Virus auf die anstehenden Veranstaltungen und die Session 2021 beschäftigt haben.

In der gestrigen Ausgabe der Rhein-Zeitung kam es zu der stark verkürzten Aussage, dass die RKK die Absage der bevorstehenden Session empfiehlt. Hierzu folgende Information an Sie:

Unsere Sondersitzung vom 15.05.2020 hatte drei Tagesordnungspunkte, die unabhängig
voneinander besprochen wurden.

1. Tanzturniere der RKK

Wir haben beschlossen, dass wir die anstehenden Qualifikationsturniere und auch die Deutsche Meisterschaft der RKK für das Jahr 2020 absagen. In Würdigung der
Gesamtumstände sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass die Durchführung der Tanzturniere unter Beachtung aller bestehenden Hygiene- und Abstandsvorschriften nicht durchführbar sind. Zwar hätten wir die Verantwortung hierfür auf die ausrichtenden Vereine abwälzen können, was jedoch unserem Selbstverständnis widersprechen würde. In die Gesamtbewertung ist auch eingeflossen, dass eine Landesmeisterschaft oder eine Deutsche Meisterschaft unter Ausschluss des Publikums oder vor spärlich besetzten Rängen nicht dem Geist des Tanzsports entspricht, denn unsere Aktiven betreiben den Tanzsport hobbymäßig und leben daher auch von der besonderen Atmosphäre einer ausverkauften Halle mit einem begeisterten und fachkundigen Publikum.

2. Veranstaltungen der RKK

Der Vorstand der RKK ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und sagt daher die geplanten Großveranstaltungen wie die RKK-Gala ab. Was die Verleihung des Zinnhannes-Kulturpreises betrifft, möchten wir mit dem Stifter und unserem Partner, der Firma Zinnhannes, erörtern, ob es Möglichkeiten geben kann, die Preisträger grundsätzlich zu ermitteln und die entsprechende Preisverleihung erst dann durchzuführen, wenn es die entsprechenden Rahmenbedingungen gibt. So könnten wir verhindern, dass verdiente Ehrenamtler um eine berechtigte Auszeichnung gebracht werden.

3. Session 2021

In den vergangenen Wochen haben sich die Anfragen von Mitgliedsvereinen gehäuft, die sich eine Stellungnahme ihres Verbandes gewünscht haben. In diesem Zusammenhang stellen wir klar, dass wir als Verband den Karneval weder absagen, noch verbindliche Vorgaben für unsere Vereine machen können.

Dennoch möchten wir uns auch hier nicht aus der Verantwortung stehlen und haben unsere Meinung kundgetan. Insbesondere unser Justiziar hat uns dringlichst eine
Stellungnahme empfohlen, um der um sich greifenden Unsicherheit zu begegnen. Aus heutiger Sicht, und das betonen wir ganz besonders, kann man nicht empfehlen eine Session zu planen, wie wir den Karneval bisher kennen.

Stand heute wäre der Karneval mit Abstandsgebot, Kontaktauflagen etc. nicht vorstellbar. Daher empfehlen wir unseren Vereinen, bei den aktuellen Planungen genau dies zu berücksichtigen. Eine generelle Aussage verbietet sich alleine schon deshalb, weil es in unserem Verband völlig unterschiedliche Ausprägungen der Narretei gibt. Wir sprechen vom kleinen, regionalen Dorfkarneval genauso wie vom großen Karneval in den rheinischen Metropolen.

Die Planungen für den bevorstehenden Karneval sind von den Entwicklungen der kommenden Monate abhängig und schwer vorhersehbar. Es gibt zwar unterschiedliche Expertenmeinungen, aber es ist zu befürchten, dass die kältere Jahreszeit einen Einfluss auf den Anstieg der Infektionszahlen haben wird. Auch die Hoffnungen auf einen Impfstoff vor dem Herbst werden als relativ gering eingeschätzt.

Letzten Endes entscheiden unsere Mitgliedsvereine in jedem Einzelfall und für jede einzelne Veranstaltung autonom über die Durchführung.

Gefragt nach unserer Einschätzung gehen wir aktuell davon aus, dass die Session 2021 tendenziell nicht in dem bekannten Rahmen stattfinden kann. Daher empfehlen wir unseren Vereinen dies bei den Planungen zu berücksichtigen und Verträge so abzuschließen, dass am Ende finanzielle Risiken ausgeschlossen werden. Eine entsprechende Beratung und Unterstützung können wir als Dachverband über unseren Justiziar sicherstellen.

Gleichzeitig stellen wir fest, dass sich ändernde Rahmenbedingungen auch eine neue Betrachtung der Situation erfordern würde. Daher hat RKK-Präsident Hans Mayer eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Landespolitik angeregt, die in engem Austausch bleibt.

Kontakt: RKK-Pressesprecher Werner Blasweiler, Carl-Spaeter-Str. 2m, 56070 Koblenz